Im Interview: Ian O’Brien, Besitzer der größten Doctor Who-Sammlung der Welt

2014 wurde die Doctor Who-Sammlung des aus Manchester stammenden Ian O’Brien vom Guiness Buch der Rekorde als größte Sammlung ihrer Art weltweit ausgezeichnet. Zu diesem Zeitpunkt umfasste die Sammlung O’Briens bereits mehr als 1500 Gegenstände rund um Doctor Who, dabei alleine über 300 Dalek-Figuren.

Der Rekord wurde im Juli 2015 erneut vergeben. Diesmal umfasste die Sammlung O’Briens bereits  2,021 Gegenstände. Hier ein paar Einblicke:

Für The Sonic Newspaper gab uns Ian ein kleines Interview:

TSN: Hallo Ian! Zunächst vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview nehmen konntest. 2,021 Doctor Who-Memorabilia sind eine betrachtliche Menge. Wieviel Platz nimmt die Sammlung bei dir zu Hause ein?

IO: Aktuell mein komplettes Wohn- und Schlafzimmer!

Was denken deine Familie und Freunde von deinem Hobby?

Alle mögen es und sind auch selbst Doctor Who-Fans – bis auf eine Person.

Welches Stück deiner Sammlung liegt dir besonders am Herzen? Und welches ist das merkwürdigste?

Der „Selcol Nursery Dalek“ ist mein absolutes Lieblingsstück. Er war eines der ersten Stücke meiner Sammlung und ist bis heute auch eins der seltensten. Als am merkwürdigsten würde ich wohl eine 3,75“ Figur des 11. Doktors bezeichnen – einfach weil sie kein bisschen wie Matt Smith aussieht.

Legst du bei deiner Sammlung einen Fokus auf bestimmte Produktbereiche? Und gibt es welche, die dich gar nicht interessieren?

Ich konzentriere mich hauptsächlich auf Bücher, Figuren und generell alles, das etwas einzigartiges hat. Am wenigsten bin ich an Pop Vinyl-Figuren interessiert – unter anderem aus Platzgründen.

Wie hat sich das Sammeln von Doctor Who-Memorabilia seit dem Neustart der Serie in 2005 geändert?

Vor 2005 gab es nicht die Masse an Memorabilia. Der Neustart der Serie hat einiges leichter, manches aber auch schwerer gemacht. Manches Merchandise ist sehr schnell ausverkauft und man kommt in den Läden nur schwer dran. Zum Beispiel hab es mal ein bei Toys’R’Us ein exklusives „The Doctor and Dalek Twin Pack“. Das Set des dritten Doktors war unheimlich schwer zu ergattern – ich habe es dann aber glücklicherweise doch geschafft. Die Preise für Memorabilia bei eBay sind in den letzten Jahren auch extrem gestiegen. Ich bin immer auf der Suche nach den Produkten von Big Chief – allerdings sind diese immer extrem teuer und wahnsinnig schnell ausverkauft.

In einem Interview mit The Bolton News gabst du an, viele Gegenstände doppelt zu haben. Wie ist es dazu gekommen?

Das ist Absicht. Wenn du zum Beispiel eine Story wie Remembrance of the Daleks nimmst, dann gibt es dort mehr als einen Imperial oder Renegade Dalek. Aus diesem Grund habe ich auch in meiner Sammlung gerne mehrere davon. Das gleiche gilt für die Cybermen. Ich besitze fünf Earthshock Cybermen, da diese in The Five Doctors und Attack of the Cyberman vorkommen.

Wie hat sich das Doctor Who-Merchandise deiner Meinung nach in den letzten Jahrzenten entwickelt hinsichtlich Qualität und Originalität?

Qualität ist ein Glücksspiel. Heutzutage wird so viel Massenproduktion eingesetzt, dass Qualität schon mal leidet. Ich beschwere mich oft, dass viele Figuren die heute produziert werden mangelhaft ausgeliefert werden. Entweder ist die Farbe nicht korrekt aufgetragen oder Teile fallen viel zu einfach ab. Manche denken vielleicht, dass man das hinnehmen muss, aber wieso sollte ich das hinnehmen wenn ich dafür viel Geld bezahle?
Originalität gibt es heute kaum noch. Ich habe das Gefühl, es wird auf viel zu viel einfach das Doctor Who-Logo geklebt und verkauft. Dinge wie Schall-Grillzangen, Plastikbecher in den Farben der Paradigm Daleks, das „Silurian Crystal Lab“ oder der „Time Lord Psychic Container“ sind Massenprodukte die sich auch einfach schlecht verkauft haben. Da wurde nicht viel Kreativität reingesteckt.

Gibt es eine Zeit von der du am liebsten Memorabilia sammelst?

Ganz klar, die Classic-Ära.

Und zu guter letzt: Wer ist DEIN Doktor?

Tom Baker!

Zur Erstaufnahme ins Guiness Buch der Rekorde drehte die BBC einen kleinen Bericht über Ian O’Brien. Ihr könnt ihn euch hier ansehen:

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