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Das Fan Mail-Projekt Teil 2: Die Companions (+ein paar mehr)

Im März hatte ich den ersten Teil meines kleinen Fan Mail-Projekts gestartet und Autogrammanfragen an die Schauspieler des Doktors geschickt. Den entsprechenden Beitrag findet ihr hier. Bis heute habe ich hier je ein Autogramm von Peter Capaldi und David Tennant erhalten.

Nun habe ich die vergangenen Wochen am zweiten, etwas umfangreicheren Teil des Projekts gearbeitet. Diesmal gingen die Anfragen an die Schauspieler der Begleiter des Doktors. Hier die Liste dieser Empfänger:

  • Carole Ann Ford (Susan Foreman)
  • William Russell (Ian Chesterton)
  • Maureen O’Brien (Vickie Pallister)
  • Jean Marsh (Sara Kingdom)
  • Deborah Watling (Victoria Waterfield)
  • Wendy Padbury (Zoe Heriot)
  • Katy Manning (Jo Grant)
  • Louise Jameson (Leela)
  • Lalla Ward (Romana II)
  • Sarah Sutton (Nyssa)
  • Janet Fielding (Tegan Jovanka)
  • Bonnie Langford (Melanie Bush)
  • Daphne Ashbrook (Dr. Grace Holloway)
  • Billie Piper (Rose Tyler)
  • John Barrowman (Captain Jack Harkness)
  • Noel Clarke (Mickey Smith)
  • Catherine Tate (Donna Noble)
  • Freema Agyeman (Martha Jones)
  • Karen Gillan (Amy Pond)
  • Arthur Darvill (Rory Williams)
  • Alex Kingston (River Song)
  • Jenna Coleman (Clara Oswald)
  • Samuel Anderson (Danny Pink)
  • Maisie Williams (Ashildr/Lady Me)

Von Jackie Lane (Dodo Chaplet), Matthew Waterhouse (Adric) und Mark Strickson (Vislor Turlough) konnte ich leider keine Autogram-Adresse finden. Von ein paar Schauspieler hatte ich auch schon Autogramme und habe sie hier nicht noch mal angeschrieben.

Weil ich gerade so dabei war habe ich auch noch Anfragen an folgende Personen geschickt:

  • Bernard Cribbins (Wilfred Mott)
  • Russell T. Davies
  • Steven Moffat
  • Georgia Moffett (Jenny)
  • Catrin Stewart (Jenny Flint)
  • Dan Starkey (Strax)
  • Neve Mcintosh (Madame Vastra)
  • Mark Williams (Brian Williams)
  • Camille Coduri (Jackie Tyler)
  • John Levene (Sergeant Benton)
  • Richard Franklin (Mike Yates)

Das ganze sah dann im Endeffekt so aus:

unadjustednonraw_thumb_71e6Ich habe mich diesmal aus Kostengründen für kleinere / regulären Briefgrößen entschieden und so nur 0,90 EUR pro Brief Porto bezahlt. Auch der Druck der beiliegenden Fotos war natürlich günstiger.

Die Briefmarken für das Rückporto habe ich diesmal direkt bei der britischen Royal Mail bestellt. Hier der Link zum 25er Set mit den richtigen Marken.

Der Batzen Briefe ging gestern raus – ich bin gespannt was zurück kommt! Wer Interesse an den Autogramm-Adressen hat kann sich gerne an mich wenden.

Doctor Who Fun Fact #38: Die Telefonnummer des Doktors lautet 07700900461.

In The Stolen Earth (2008) sieht man für einen Moment das Handy von Sarah-Jane Smith, als der Doktor sie anruft. Hier ist die Nummer 07700-900461 zu sehen. Auch in späteren Folgen war die Nummer immer wieder zu sehen.

The Doctor is on 07700 900461

Tausende von Fans riefen daraufhin die Nummer an und hofften auf Hinweise für zukünftige Folgen. Allerdings wurden sie hier nur mit einem „Kein Anschluss unter dieser Nummer“ begrüßt. Faktisch laufen fast alle britischen Nummern die mit 07700 gefolgt von einer 9 beginnen ins Leere. Alles zwischen  07700-900000 und 07700-900999 ist definitiv nicht besetzt.

Laut einer Fan-Theorie gehörte die Nummer ursprünglich zu Martha Stuarts Handy, welches sie am Ende von Staffel 3 dem Doctor überlies.

Berühmte letzte Worte

Für jeden Doktor kommt einmal das Ende. Manch einer ging mit einem weisen Abschiedssatz, andere eher emotional. Hier eine Übersicht der letzten Worte vor einer Regeneration:

William Hartnell – Doktor #1

„Oh yes, thank you. Keep warm“

(„Oh ja, Danke, haltet mich warm.“)

Patrick Troughton – Doktor #2

„What are you doing? No, stop, you’re making me giddy…! No, you can’t do this to me! No! …… No! ….. No! …..“

(„Was tut ihr? Nein, hört auf, mir wird schwindelig…! Das könnt ihr mir nicht antun! Nein! ….. Nein! ….. Nein! …..“)

Jon Pertwee – Doktor #3

„A tear, Sarah Jane? No, don’t cry. While there’s life, there’s…“

(„Eine Träne Sarah Jane? Nein, weine nicht. So lange es Leben gibt, gibt es…“)

Tom Baker – Doktor #4

„It’s the end… But the moment has been prepared for.“

„Dies ist das Ende… aber der Augenblick wurde vorbereitet.“

Peter Davison – Doktor #5

„Adric?“

Colin Baker – Doktor #6

„Carrot juice, carrot juice, carrot juice!“

(„Karottensaft, Karottensaft, Karottensaft!“)

Sylvester McCoy – Doktor #7

„I gotta stop… him!“

(„Ich muss ihn auf…. halten!“)

Paul McGann – Doktor #8

„Physician, heal thyself.“

(„Arzt… heile dich selbst.“)

John Hurt – War Doctor

„I suppose it makes sense… wearing a bit thin. I hope the ears are a bit less conspicuous this time.“

(„Ich denke es ergibt Sinn… ich fühle mich ausgemärkelt. Ich hoffe die Ohren sind diesmal etwas weniger auffällig.“)

Christopher Eccleston – Doktor #9

„Rose… Before I go, I just want to say you were fantastic. Absolutely fantastic. And you know what? So was I!“

(„Rose… bevor ich gehe wollte ich dir noch sagen, dass du fantastisch warst. Und weißt du was? Ich war es auch!“)

David Tennant – Doktor #10

„I don’t want to go!“

(„Ich will nicht gehen!“)

Matt Smith – Doktor #11

„I will always remember when the Doctor was me.“

(„Ich werde nie die Zeit vergessen, als ich der Doktor war.“

Die Doctor Who Classics – jetzt auch auf Deutsch!

Ok, die Classic Ära gab es schon als Ausstrahlung hier und da im TV in den 1980ern. Pandastorm Pictures hat es sich nun allerdings auf die Fahne geschrieben, die alten Folgen in einem würdigen Format auf DVD zu veröffentlichen.

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Wie ich es verstanden habe, synchronisiert Pandastorm keine neuen Folgen, sondern überarbeitet die Ausstrahlungen der 1980er. Bis jetzt gibt es folgende Veröffentlichungen:

Ich selbst besitze noch keine der DVDs, habe aber bis jetzt nur sehr gutes über die Veröffentlichungen gehört. Zu jeder Box gibt es tonnenweise Bonusmaterial und wirklich sehr schönes Artwork. Wer also Doctor Who gerne auf Deutsch sieht, sollte auf jeden Fall mal bei Pandastorm vorbei schauen!

Update: Das Fan Mail-Projekt

Unerwarteter Weise begrüßte mich heute mein erster blauer Brief im Briefkasten. Nach nur acht Tagen die erste Antwort! Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.

Im Brief erwartete mich dies:

Dies war nicht das Bild das ich gesendet hatte, sondern ein vor-signiertes – aber ich bin trotzdem happy. Hätte nicht gedacht – gerade von Mr. Capaldi – so schnell eine Antwort zu erhalten. Und nun weiß ich, dass das Rückporto offensichtlich gereicht hat. Ich bin gespannt, ob noch weitere Briefe eintrudeln!

Hier die Autogramm-Adresse die ich verwendet hatte:

Peter Capaldi
c/o United Agents Ltd.
12-26 Lexington Street
London, W1F 0LE
United Kingdom

Die Absender-Adresse auf dem Brief ist eine andere, aber es kam ja offensichtlich an 😉

Per Anhalter durch Kasterborous

Das Douglas Adams, einer der bekanntesten Vertreter der satirischen Science-Fiction, mit Radio-Hörspielen/Büchern wie Per Anhalter durch die Galaxis oder der Dirk Gently-Serie große Erfolge erzielt hat, ist weithin bekannt. Weitaus seltener wird seine Arbeit für Doctor Who gewürdigt.

1978 lieferte Adams das Drehbuch für die Doctor Who Story The Pirate Planet (1978), in welcher der vierte Doktor und seine Begleiterin Romana bei der Suche nach den Teilen des Zeitschlüssels, auf eine Bande „Piraten“ stoßen. Diese nutzen einen ausgehöhlten Planeten, um in seinem Inneren kleinere Planeten einzufangen und dessen Ressourcen auszubeuten. Douglas Adams erarbeitete die Story zeitgleich zum ursprünglichen Radio-Hörspiel des Anhalters.

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Bruce Purchase und Tom Baker in The Pirate Planet (1978).

Kurz darauf erschuf er gemeinsam mit Graham Williams unter dem Pseudonym David Agnew die Geschichte zu City of Death (1979), welche in ihrer Verfilmung – nach Einschaltquoten gemessen – bis heute die erfolgreichste und beliebteste Story in der Doctor Who Geschichte darstellt. In dieser Geschichte gehen der vierte Doktor und Romana den Machenschaften eines verrückten Wissenschaftlers auf die Spuren, welcher in Paris einen Apparat zur Beeinflussung der Zeit gebaut hat. City of Death ist wahrlich ein Highlight und von wunderbarem, Adams-typischem Humor und Dialogen geprägt. John Cleese, ein enger Freund von Adams und Mitglieder der berühmten britischen Comedy-Truppe Monty Python hat hier übrigens einen kurzen Gastauftritt.

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Lalla Ward und Tom Baker 1979 bei den Dreharbeiten zu City of Death in Paris.

Als dritter Beitrag Douglas Adams folgte Shada. Diese Geschichte dreht sich um den Planeten Shada, auf dem die Time Lords ein Gefängnis für Tyrannen, Götter und Diktatoren geschaffen haben, die daran gescheitert sind, das Universum zu unterjochen. Leider wurde Shada in seiner ursprünglichen Form leider nie veröffentlicht. 1979 mussten die Dreharbeiten abgebrochen werden, nach dem ein Streik unter BBC-Mitarbeitern ausgebrochen war. Erst 1992 wurde die Geschichte auf VHS veröffentlicht. Die nicht gedrehten Szenen wurden dabei mit Tom Baker in einer Rolle als Erzähler aufgefüllt. 2003 folgte ein Animationsfilm mit an die Serienkontinuität angepasstem Drehbuch. Elemente des ursprünglichen Drehbuchs von 1979 flossen auch in Dirk Gently’s Holistic Detective Agency ein.

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Denis Carey, Tom Baker und Lalla Ward in Shada.

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Tom Baker in seiner Rolle als Erzähler für Shada, 1992.

2012 wurde Shada zudem als Buch veröffentlicht. Gareth Roberts benutzte dabei die Scripte Adams und verarbeitete diese zu einem sehr gut gelungenen Roman. Die deutsche Veröffentlichung erfolgte 2014.

Insgesamt schrieb Douglas Adams 14 Folgen für Doctor Who zwischen 1978 und 1979. Einige weitere Ideen, an denen Adams für die Serie gearbeitet hatte, überarbeitete er später als dritten Band von Per Anhalter durch die Galaxis. Adams starb 2001 im Alter von nur 49 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts.

Eine kleine Hommage an Douglas Adams erfolgte in der Neuauflage der Serie. In The Rings of Akhaten (2013) erklärt der elfte Doktor seiner Begleiterin Clara, dass es sich bei einer der Außerirdischen um einen Hooloovoo handelt. Dabei handelt es sich um eine Rasse aus dem Anhalter.

Die Exoten unter den Companions

Der Doktor hat immer eine aus England stammende Begleiterin, Mitte 20, aus dem 20./21. Jahrhundert. Wer Doctor Who erst seit der Neuauflage 2005 schaut, kann schnell diesen Eindruck bekommen. Zwar gibt es auch mal Ausnahmen wie Mickey Smith, Adam Mitchell oder Jack Harkness – aber wirklich viel Abwechslung scheint es hier trotzdem nicht zu geben.

Das war in der Classic-Zeit der Serie etwas anders. Hier einige der „Exoten“ unter den Companions:

​Carole_Ann_FordSusan Foreman (Carole Ann Ford) war die erste Begleiterin des Doktors. Besonders an ihr war, dass sie als Enkelin des Doktors vorgestellt wurde und damit bis heute (von der Klon-Tochter Jenny mal abgesehen), die einzige Begleiterin war, die mit dem Doktor verwandt war. Susan begleitete (neben anderen) den Doktor 1963 und 1964. In The Dalek Invasion Of Earth (1964) wird sie von dem ersten Doktor zurückgelassen, um ihr die Entscheidung zwischen einem eigenständigen Leben und einem Leben mit dem Doktor abzunehmen. In The Five Doctors (1983) trat sie zum letzten Mal (im TV) in Erscheinung.

KatarinaDMPKatarina (Adrienne Hill) belgeitete den (ersten) Doktor nur sehr kurz. Genauer gesagt nur in The Dalek’s Master Plan (1965). Sie lebte ca. 1200 v.Chr. in Troia und ist damit bis heute die Begleiterin, die am weitesten aus der Vergangenheit stammt. Ihr kurzes Auftreten ist dadurch zu erklären, dass die Produzenten den großen Wissensunterschied zwischen ihr und dem Doktor / anderen Menschen aus der Jetzt-Zeit zu groß schien.

Louise_Jameson.jpgLeela (Louise Jameson) – meine persönliche Lieblingsbegleiterin – stoß in The Face of Evil (1977) erstmals auf den (vierten) Doktor und begleitete ihn bis The Invasion of Time (1978). Leela stammte aus einer menschlichen Kolonie namens Sevateem, welche – im Vergleich zu heute etwas rückständig – auf einem fernen Planeten ihr zu Hause fand. Als Leela sich gegen eine Entscheidung des Häuptlings stellte, wurde sie von ihrem Stamm verstoßen und traf kurz darauf auf den Doktor. Zuletzt sahen wir sie auf Gallifrey, wo sie sich entschied den Doktor zu verlassen, da sie sich in Commander Andred verliebt hatte. Leelas kriegerhafte Natur und Unwissenheit über manch technische Errungenschaft machten sie zu einer sehr interessanten Begleiterin.

6a00d83452989a69e200e5503ce39a8833-800wiNatürlich darf hier K-9 nicht fehlen, der allwissende Roboterhund des Doktors. K-9 rollte in verschiedenen Ausführungen von 1977 bis 1981 brav dem Doktor hinterher. In Journey’s End (2008) sahen wir ihn aktuell zum letzten Mal, als der Doktor die Version MARK IV Sarah-Jane Smith schenkte.

 

5-kamelionEbenfalls nicht menschlicher Natur war Kamelion, der den sechsten Doktor zwischen 1983 und 1984 begleitete. Hierbei handelte es sich um einen gestaltwandelnden Roboter. Eigentlich ein Werk des Masters, schloss sich Kamelion dem Doktor an. Nachdem er erneut dem Master in die Hände fiel, bat Kamelion den Doktor, zerstört zu werden.

 

handles-doctor-whoZu guter Letzt sei Handles erwähnt, mit unter der skurrilste Begleiter des Doktors. Dabei handelte es sich um den Kopf eines Cyberman, den der Doktor erwarb und zu einem Gefährten umprogrammierte. Handles war der einzige konstante Begleiter des elften Doktors während seines 300 Jahre dauernden Aufenthalts in Christmas, welcher zu seiner Regeneration führte.

Dies sei nur eine kleine Auswahl. Prinzipiell schien man in der Classic-Zeit von Doctor Who etwas experimentierfreudiger zu sein, was die Wahl der Begleiter des Doktors angeht. Ich persönlich wünsche mir bei der aktuellen Serie etwas mehr Abwechslung, habe allerdings das Gefühl, dass hier heut zu Tage leider mehr auf Marktforschung und Zielgruppen geachtet wird, als wirklich gute Story.