Die Doctor Who Classics – jetzt auch auf Deutsch!

Ok, die Classic Ära gab es schon als Ausstrahlung hier und da im TV in den 1980ern. Pandastorm Pictures hat es sich nun allerdings auf die Fahne geschrieben, die alten Folgen in einem würdigen Format auf DVD zu veröffentlichen.

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Wie ich es verstanden habe, synchronisiert Pandastorm keine neuen Folgen, sondern überarbeitet die Ausstrahlungen der 1980er. Bis jetzt gibt es folgende Veröffentlichungen:

Ich selbst besitze noch keine der DVDs, habe aber bis jetzt nur sehr gutes über die Veröffentlichungen gehört. Zu jeder Box gibt es tonnenweise Bonusmaterial und wirklich sehr schönes Artwork. Wer also Doctor Who gerne auf Deutsch sieht, sollte auf jeden Fall mal bei Pandastorm vorbei schauen!

Doctor Who Fun Fact #33: David Troughton, Sohn des zweiten Doktors, spielte in einer Folge 2008 eine Gastrolle

2008 gab es einen ganz besonderen Gastauftritt bei Doctor Who. David Troughton, Sohn des Darstellers des zweiten Doktors, Patrick Troughton, spielte in Midnight (2008) die Rolle des Professor Winfold Hobbes.

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Dies war allerdings nicht sein erster Auftritt in der Serie. Unter anderem spielte er folgende Rollen in der Classic-Ära:

  • ein Wärter in The Enemy of the World (1968).
  • Private Moor in The War Games (1969).
  • König Peladon in The Curse of Peladon (1972).

Update: Das Fan Mail-Projekt

Unerwarteter Weise begrüßte mich heute mein erster blauer Brief im Briefkasten. Nach nur acht Tagen die erste Antwort! Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.

Im Brief erwartete mich dies:

Dies war nicht das Bild das ich gesendet hatte, sondern ein vor-signiertes – aber ich bin trotzdem happy. Hätte nicht gedacht – gerade von Mr. Capaldi – so schnell eine Antwort zu erhalten. Und nun weiß ich, dass das Rückporto offensichtlich gereicht hat. Ich bin gespannt, ob noch weitere Briefe eintrudeln!

Hier die Autogramm-Adresse die ich verwendet hatte:

Peter Capaldi
c/o United Agents Ltd.
12-26 Lexington Street
London, W1F 0LE
United Kingdom

Die Absender-Adresse auf dem Brief ist eine andere, aber es kam ja offensichtlich an 😉

Per Anhalter durch Kasterborous

Das Douglas Adams, einer der bekanntesten Vertreter der satirischen Science-Fiction, mit Radio-Hörspielen/Büchern wie Per Anhalter durch die Galaxis oder der Dirk Gently-Serie große Erfolge erzielt hat, ist weithin bekannt. Weitaus seltener wird seine Arbeit für Doctor Who gewürdigt.

1978 lieferte Adams das Drehbuch für die Doctor Who Story The Pirate Planet (1978), in welcher der vierte Doktor und seine Begleiterin Romana bei der Suche nach den Teilen des Zeitschlüssels, auf eine Bande „Piraten“ stoßen. Diese nutzen einen ausgehöhlten Planeten, um in seinem Inneren kleinere Planeten einzufangen und dessen Ressourcen auszubeuten. Douglas Adams erarbeitete die Story zeitgleich zum ursprünglichen Radio-Hörspiel des Anhalters.

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Bruce Purchase und Tom Baker in The Pirate Planet (1978).

Kurz darauf erschuf er gemeinsam mit Graham Williams unter dem Pseudonym David Agnew die Geschichte zu City of Death (1979), welche in ihrer Verfilmung – nach Einschaltquoten gemessen – bis heute die erfolgreichste und beliebteste Story in der Doctor Who Geschichte darstellt. In dieser Geschichte gehen der vierte Doktor und Romana den Machenschaften eines verrückten Wissenschaftlers auf die Spuren, welcher in Paris einen Apparat zur Beeinflussung der Zeit gebaut hat. City of Death ist wahrlich ein Highlight und von wunderbarem, Adams-typischem Humor und Dialogen geprägt. John Cleese, ein enger Freund von Adams und Mitglieder der berühmten britischen Comedy-Truppe Monty Python hat hier übrigens einen kurzen Gastauftritt.

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Lalla Ward und Tom Baker 1979 bei den Dreharbeiten zu City of Death in Paris.

Als dritter Beitrag Douglas Adams folgte Shada. Diese Geschichte dreht sich um den Planeten Shada, auf dem die Time Lords ein Gefängnis für Tyrannen, Götter und Diktatoren geschaffen haben, die daran gescheitert sind, das Universum zu unterjochen. Leider wurde Shada in seiner ursprünglichen Form leider nie veröffentlicht. 1979 mussten die Dreharbeiten abgebrochen werden, nach dem ein Streik unter BBC-Mitarbeitern ausgebrochen war. Erst 1992 wurde die Geschichte auf VHS veröffentlicht. Die nicht gedrehten Szenen wurden dabei mit Tom Baker in einer Rolle als Erzähler aufgefüllt. 2003 folgte ein Animationsfilm mit an die Serienkontinuität angepasstem Drehbuch. Elemente des ursprünglichen Drehbuchs von 1979 flossen auch in Dirk Gently’s Holistic Detective Agency ein.

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Denis Carey, Tom Baker und Lalla Ward in Shada.

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Tom Baker in seiner Rolle als Erzähler für Shada, 1992.

2012 wurde Shada zudem als Buch veröffentlicht. Gareth Roberts benutzte dabei die Scripte Adams und verarbeitete diese zu einem sehr gut gelungenen Roman. Die deutsche Veröffentlichung erfolgte 2014.

Insgesamt schrieb Douglas Adams 14 Folgen für Doctor Who zwischen 1978 und 1979. Einige weitere Ideen, an denen Adams für die Serie gearbeitet hatte, überarbeitete er später als dritten Band von Per Anhalter durch die Galaxis. Adams starb 2001 im Alter von nur 49 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts.

Eine kleine Hommage an Douglas Adams erfolgte in der Neuauflage der Serie. In The Rings of Akhaten (2013) erklärt der elfte Doktor seiner Begleiterin Clara, dass es sich bei einer der Außerirdischen um einen Hooloovoo handelt. Dabei handelt es sich um eine Rasse aus dem Anhalter.

Doctor Who Fun Fact #31: Kurz bevor Peter Capaldi als 12. Doktor gecastet wurde, spielte er in „World War Z“ die Rolle „W.H.O. Doktor“

2013 erschien der US-Amerikanische Actionfilm World War Z, in dem eine Hand voll Menschen versucht, einer drohenden Zombie-Virus-Invasion Paroli zu bieten. Peter Capaldi spielte in diesem Film die Rolle eines Wissenschaftlers im WHO-Zentrum.

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Peter Capaldi in einem Interview zu World War Z.

Mit Doctor Who hat das allerdings nichts zu tun. Es handelt sich hierbei um das Akronym der Weltgesundheitsorganisation (Englisch: World Health Organization, WHO). World War Z lief am 02. Juni 2013 in den Kinos an, am 04. August des gleichen Jahres wurde verkündet, dass Peter Capaldi die Rolle des Doktors von Matt Smith übernehmen werde.

Die Exoten unter den Companions

Der Doktor hat immer eine aus England stammende Begleiterin, Mitte 20, aus dem 20./21. Jahrhundert. Wer Doctor Who erst seit der Neuauflage 2005 schaut, kann schnell diesen Eindruck bekommen. Zwar gibt es auch mal Ausnahmen wie Mickey Smith, Adam Mitchell oder Jack Harkness – aber wirklich viel Abwechslung scheint es hier trotzdem nicht zu geben.

Das war in der Classic-Zeit der Serie etwas anders. Hier einige der „Exoten“ unter den Companions:

​Carole_Ann_FordSusan Foreman (Carole Ann Ford) war die erste Begleiterin des Doktors. Besonders an ihr war, dass sie als Enkelin des Doktors vorgestellt wurde und damit bis heute (von der Klon-Tochter Jenny mal abgesehen), die einzige Begleiterin war, die mit dem Doktor verwandt war. Susan begleitete (neben anderen) den Doktor 1963 und 1964. In The Dalek Invasion Of Earth (1964) wird sie von dem ersten Doktor zurückgelassen, um ihr die Entscheidung zwischen einem eigenständigen Leben und einem Leben mit dem Doktor abzunehmen. In The Five Doctors (1983) trat sie zum letzten Mal (im TV) in Erscheinung.

KatarinaDMPKatarina (Adrienne Hill) belgeitete den (ersten) Doktor nur sehr kurz. Genauer gesagt nur in The Dalek’s Master Plan (1965). Sie lebte ca. 1200 v.Chr. in Troia und ist damit bis heute die Begleiterin, die am weitesten aus der Vergangenheit stammt. Ihr kurzes Auftreten ist dadurch zu erklären, dass die Produzenten den großen Wissensunterschied zwischen ihr und dem Doktor / anderen Menschen aus der Jetzt-Zeit zu groß schien.

Louise_Jameson.jpgLeela (Louise Jameson) – meine persönliche Lieblingsbegleiterin – stoß in The Face of Evil (1977) erstmals auf den (vierten) Doktor und begleitete ihn bis The Invasion of Time (1978). Leela stammte aus einer menschlichen Kolonie namens Sevateem, welche – im Vergleich zu heute etwas rückständig – auf einem fernen Planeten ihr zu Hause fand. Als Leela sich gegen eine Entscheidung des Häuptlings stellte, wurde sie von ihrem Stamm verstoßen und traf kurz darauf auf den Doktor. Zuletzt sahen wir sie auf Gallifrey, wo sie sich entschied den Doktor zu verlassen, da sie sich in Commander Andred verliebt hatte. Leelas kriegerhafte Natur und Unwissenheit über manch technische Errungenschaft machten sie zu einer sehr interessanten Begleiterin.

6a00d83452989a69e200e5503ce39a8833-800wiNatürlich darf hier K-9 nicht fehlen, der allwissende Roboterhund des Doktors. K-9 rollte in verschiedenen Ausführungen von 1977 bis 1981 brav dem Doktor hinterher. In Journey’s End (2008) sahen wir ihn aktuell zum letzten Mal, als der Doktor die Version MARK IV Sarah-Jane Smith schenkte.

 

5-kamelionEbenfalls nicht menschlicher Natur war Kamelion, der den sechsten Doktor zwischen 1983 und 1984 begleitete. Hierbei handelte es sich um einen gestaltwandelnden Roboter. Eigentlich ein Werk des Masters, schloss sich Kamelion dem Doktor an. Nachdem er erneut dem Master in die Hände fiel, bat Kamelion den Doktor, zerstört zu werden.

 

handles-doctor-whoZu guter Letzt sei Handles erwähnt, mit unter der skurrilste Begleiter des Doktors. Dabei handelte es sich um den Kopf eines Cyberman, den der Doktor erwarb und zu einem Gefährten umprogrammierte. Handles war der einzige konstante Begleiter des elften Doktors während seines 300 Jahre dauernden Aufenthalts in Christmas, welcher zu seiner Regeneration führte.

Dies sei nur eine kleine Auswahl. Prinzipiell schien man in der Classic-Zeit von Doctor Who etwas experimentierfreudiger zu sein, was die Wahl der Begleiter des Doktors angeht. Ich persönlich wünsche mir bei der aktuellen Serie etwas mehr Abwechslung, habe allerdings das Gefühl, dass hier heut zu Tage leider mehr auf Marktforschung und Zielgruppen geachtet wird, als wirklich gute Story.

Doctor Who Fun Fact #30: Die Webseite, mit der in „Rose“ (2005) nach dem Doktor gesucht wird, ist immer noch online.

In der ersten Folge der Neuauflage Rose (2005), stößt Rose Tyler per Suchmaschine auf eine Webseite, die sich mit dem Doktor befasst. Laut Webseite werden Personen, die meinen den Doktor gesehen zu haben, gebeten, sich mit „Clive“ in Verbindung zu setzen.

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Rose stößt auf die Webseite.

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Clive erklärt Rose in seinem Keller, was es mit dem Doktor auf sich zu haben scheint. Die Webseite ist im Hintergrund zu sehen.

Die Webseite wurde damals tatsächlich online gestellt und ist in ihrer Ur-Form 11 Jahre später immer noch online zu finden:

http://www.whoisdoctorwho.co.uk/index1.shtml

Unter „Sightings“ kann man sich auch die Bilder ansehen, die in der Folge von Clive gezeigt werden. Die übergeordnete Seite scheint von Mickey weiterbetrieben worden zu sein.

Rose benutzt übrigens die Suchmaschine Search-Wise.Net, welche eine extra für Film- und TV-Produktionen erfundene Seite ist. Als Suchbegriff gibt sie „Doctor Blue Box“ ein, was auch bei Google heute noch die Seite als ersten Treffer ausspuckt.

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Suchergebnis der fiktiven Suchmaschine search-wise.net

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Aktuelles Suchergebnis bei Google.